Apr 15

Um sich der Methodik MST anzunähern möchte ich dazu einige Überlegungen vorstellen. Was ist die Persönlichkeit? Dazu gibt es viele Modelle. Einige davon sind Wissenschaftlich fundierter und andere weniger oder dar nicht. Ein Modell, das sollte im Vorfeld schon klar sein, ist nicht die Wahrheit oder die tatsächliche Realität. Das gilt für den Stempel der Wissenschaft als auch für andere, wie uns die Menschheitsgeschichte immer wieder zeigte. Vielmehr ist ein Modell eine Art Landkarte, deren Nutzen sich in der Praxis erweisen muss. Aber zurück zu der Frage, was ist Persönlichkeit. In der Hypnose und andere Trance Methoden lassen sich viele interessante Phänomene erforschen. So können Menschen zurück in unterschiedliche Lebensalter zurückgeführt werden bis hin in den Mutterbauch. Für manche scheint dabei die Zeit keine Rolle zu spielen, und so führen sie ihre Klienten in vergangene oder gar zukünftige Leben. Noch weiter gehen andere, die sogar Fremdenergien (verstorbene, oder Übertragungen) entdecken und mit diesen Kommunizieren. Der Klient, der das erlebt, scheint Erfahrungen zu machen die doch sehr verschieden sind von seiner Alltags Erfahrung. Doch wer ist es der all diese Zustände erfährt? Gespeicherte Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein? Da haben wir es auf einmal, ein Unterbewusstsein und bei manchen gibt es auch noch ein Überbewusstsein. In der Huna Philosophie (Interpretation der Naturreligion aus Hawaii) gibt heißt es dann ein unteres Selbst, mittleres Selbst und höheres Selbst. Verschiedene Teile unseres Selbstes? Teile sind auch ein Begriff aus dem NLP, dem Neurolinguistischen Programmieren. Diese unbewussten Persönlichkeitsanteile scheinen in einem ganzen System mit anderen Teilen verbunden zu sein und führen scheinbar ein Eigenleben. Alle diese Teile haben eine Aufgabe oder zumindest eine bestimmte Funktion. Diese Teile werden im NLP oft sogar als einzelne Personen behandelt. Diese vielen Personen in einer Person ist auch eine angewandte Vorgehensweise aus dem Voice Dialogue. Wie im NLP bei den Teilen, gibt es dort auch ein ganzes System aus inneren Personen, die die Persönlichkeit ausmachen. Ob Teil oder Person, so können diese unterschiedlichen Geschlechtes sein, ein Kind oder schon Erwachsen sein, unpersönlich oder persönlich sein usw. Und das alles in einer Persönlichkeit? Man kann scheinbar auch mit allem Kommunizieren, mit Organen, Viren, Symptomen usw., wie es im NLP, der Time-Line Therapie, Kinesiologie und anderen Methoden gemacht wird. Beim Familienstellen geht es offenbar sogar mit den verstorbenen Ahnen und in bestimmten Abwandlungen sogar mit Produkten oder Qualitäten.
Alles scheint Bewusstsein zu haben und deshalb scheint man auch mit allem Kommunizieren zu können. Ist Bewusstsein nun die Persönlichkeit? Oder bedient sich das Bewusstsein der Persönlichkeitsanteile, sowie allen anderem? Dann wäre Bewusstsein nicht persönlich, sondern es identifiziert sich zumindest für eine gewisse Dauer  mit bestimmten...... Ja mit was? Im bestimmten spirituellen Richtungen wird vom Nomind gesprochen. Hier hat sich das All-Eine mit einer Person (oder Personen) Identifiziert und die Ent-Identifikation (oder Dis-Identifikation) ist der Weg der Erleuchtung. Natürlich gibt es keinen Weg (der Weglose Weg) und das Ich ist nur eine Imaginäre Vorstellung. Da haben wir es ja: Die Persönlichkeit ist eine Imaginäre Vorstellung, war doch klar, oder? Also Ent- Identifizieren wir uns und schon sind wir erleuchtet. Aber Moment mal, wer soll Erleuchtet werden, denn die Auflösung der Imaginären Vorstellung eines Ichs, heißt ja, es gibt dann niemanden mehr gibt der Erleuchtet ist. Gut das es David Hawkins gib und seine Ebenen des Bewusstseins (schätze seine Präsens wirklich). So kann ich schon mal feststellen auf welcher Bewusstseinsebene ich mich befinde und habe eine Anleitung zur Erleuchtung. Doch dann erinnert mich Ramesh Balsekar ein Schüler von Nisargatta Maharaj, das ich ja gar keinen freien Willen habe. Eigentlich logisch, wenn Ich eine Illusion bin muss mein freier Wille auch eine Illusion sein. Doch wenn es kein Ich gibt, wer hat dann eine Bewusstseinsebene?
Schwierig, ein Paradoxon, so scheint es erstmal nicht weiterzugehen. Also bleibe ich erstmal bei der Persönlichkeit und untersuche das ganze mal anders. Untersuche das was du für dein Ich Bin hältst sagte schon Nisargatta Maharaj. MST ist in einem besonderen Masse mit der Untersuchung der Persönlichkeit beschäftigt, zuerst, wie ich schon sagte. Mag sein, das auch dies auch eine Illusion ist doch wenigsten eine praktikable  ;-)




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Geschrieben von Uwe

Apr 19

Zur weiteren Heranführung an das MST möchte ich kurz im Methodenpool den Core Transformations-Prozess vorstellen. Dieser Prozess gilt im NLP als einer der mächtigsten Prozesse, der zudem eine starke Verbindung zur Spiritualität haben soll. Manche sprechen hier bei den Core Zuständen sogar von Erleuchtungszuständen.

Der Einstieg im den Core Transformations-Prozess ist ein Teil, der verantwortlich ist für ein unerwünschtes Verhalten, ein Problem ist. Im NLP gibt es ja die Annahme, dass hinter jedem Verhalten ein Teil des Unbewussten stecken und das jeder Teil letztendlich eine positive Absicht verfolgt, egal wie unangemessen das Verhalten ist. Man unterscheidet also zwischen dem Verhalten und der Absicht, welches dieses Verhalten auslöst. Wenn der Teil nach der Absicht seines Verhaltens gefragt wurde, wird diese Antwort hinterfragt. Man fragt nach einer immer tieferen positiven Absicht, bis hin zur Urabsicht, welchem der Core Zustand folgt. Die meiner Ansicht nach durchaus richtige Annahme ist, das es diese Core Zustände sind die wir wirklich anstreben. Aber anstatt diese Zustände als immer stets vorhanden in uns zu erkennen, verfolgen wir immer weitere Absichten im Außen, die uns dabei immer weiter weg bringen von dem was wir wirklich wollen. Jede weitere Absicht, ist wie ein anderer Wunsch, ein anderes Ziel, eine andere Intention, die ihre Erfüllung im Außen (Materiell, Beziehung etc.) oder Innen (Gefühl etc.) sucht. So ist es verständlich, das wenn all die anderen Absichten, auch wenn sie erreicht wurden, keine Erfüllung bringen. Wird ein anderes Ziel als die tiefste Absicht erreicht, befriedigt sie nur kurz oder gar nicht, und so entstehen immer wieder neue Ziele und der Kreislauf beginnt von neuem und endet in einer nie endenden Suche die uns immer weiter wegbringt von unserem wahren Kern. Bevor ich nun auf den Bereich eingehe der sich auch für MST geeignet hat, schauen wir uns diesen Prozess erstmal weiter an.

Was sind Core Zustände?
Core Zustände lassen sich eigentlich nicht mit Worten beschreiben, weil sie Nondual und ohne Bedingungen sind. Hier sind einige Versuche diese zu Beschreiben:


Ruhen im Sein:
Dieser Zustand ist gekennzeichnet durch ein Gefühl der vollständigen Präsenz, reines Da Sein
Innerer Friede:
In diesem Zustand hat man mit allem und in allem seinen tiefen Frieden gefunden. Vollkommen gelassen, in innerer Stille und doch voller Kraft.
Liebe:
Diese Liebe wird auch die “unpersönliche Liebe” genannt eine allumfassende, alles annehmende und bedingungslose Liebe.
Okay-Sein.
Dies ist ein tiefes inneres Gefühl des eigenen Wertes. Man ist so wie man ist vollkommen in Ordnung. Wir sind so wie wir sind vollkommen, es fehlt nichts, es braucht nichts, es ist vollständig.
Einssein:
Ein Zustand in dem man Eins ist mit dem ganzen Universum, die imaginäre Trennung ist aufgehoben.

Woran erkenne ich einen Core- Zustand?


Ein Core- Zustand ist ein SEINSZUSTAND, eine Qualität wie Sein, Fülle, Friede, Schönheit, Existieren, Liebe, Erleuchtung. Doch selbst diese Begrifflichkeiten können die eigentliche Erfahrung nicht benennen, da er ohne Subjekt und Objekt ist.  Er hat nichts mit einem Gefühl zu tun oder mit einem erreichbaren Ziel. Diese Seinszustand ist immer da, doch von unseren komplexen Absichten, Widerständen, Änderungswünsche vernebelt.

Erster Schritt: Es wird ein unerwünschtes Verhalten oder Emotion etc. benannt welches verändert werden will. Dann wird eine Verbindung mit dem zuständigen Teil dieses Themas aufgenommen und seine Absicht erfragt. Die Idee dahinter ist im NLP, das es immer eine positive Absicht hinter jedem persönlichem Thema gibt. Wenn also jemand jähzornig ist, so mag das ein unangemessenes Verhalten sein, doch verfolgt die Person damit eigentlich etwas Gutes. Absicht und Verhalten wird getrennt.

Zweiter Schritt: Diese herausgefundene Absicht/ Intention/ Ziel, wird nun solange hinterfragt, bis man zur aller tiefsten Absicht und zu dem beschrieben Core Zustand kommt. Wie gesagt ist die Annahme, dass wir von unserer ursprünglichen Kernintention abgekommen sind, und andere Intentionen verfolgt haben. So entstand eine Kette von Intentionen die uns immer weiter weggeführt haben. In diesem Schritt wird diese Kette also wieder aufgerollt bis man zum Ursprung kommt. Dazu verwendet man oft eine Psychogeografie und Fragesysteme.

Dritter Schritt: Die Umkehr. Da alle anderen Absichten, außer unserer tiefsten, aus der Idee unserer Teile entstanden sind, das wir etwas tun oder ändern müssen um unseren Core Zustand zu haben, haben sie uns immer weitere verstrickt. Der Core Zustand ist immer da, man muss nichts dafür tun/haben oder sein, im Gegenteil, gerade das tun und die Suche führt uns weg davon. Deshalb wird dieser Core Zustand in jede Absicht/Ziel, Intention gebracht bis hin zum ursprünglichen Thema mit dem begonnen wurde. Da diese sich ja auf einer fälschlichen Suche befanden erübrigen sie sich, bzw. werden diese transformiert.

Weitere Schritte:
Einen Teil erwachsen werden lassen: Hierbei gilt die Annahme, dass einzelne Teile von jünger sind als wir selbst, weil sie aus irgendeinem Grund in ihrer Entwicklung stecken geblieben sind. Hierbei wird ebenfalls mit dem Core Zustand und einer Time-Line gearbeitet um die Teil bis zu unserem eigentlichen Alter zu entwickeln und zu integrieren.
Identitätsprozess: Mit Hilfe der obigen Schritte und dem Core Zustand  wird die Erfahrung generalisiert und auf der Zeitlinie von der Empfängnis hin zur Gegenwart und der Zukunft integriert.
Eltern und Großeltern: Der Core Zustand wird auch in die Time Line der Eltern und Großeltern gebracht und mit unserer Zeugung, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Verbindung gebracht.

Dieser immer vorhandene Core Zustand wird also als transformierende Kraft in unser Leben gebracht. Laut der Entwickler dieses Prozesses (den es auch unter anderen Namen gibt), soll dieser Prozess bei vielen Thematiken erfolgreich sein.
Hier eine sicherlich nicht vollständige Auflistung dazu:

Emotionale Bereiche
: wie Depression, Traumas, Wut, Zorn, Bekümmertheit, Eifersucht, Verletztheit, Angst, Furcht, Einsamkeit?
Suchprobleme / Angewohnheiten: Fettsucht, Bulimie oder Anorexie, Rauchen, Trinken, Sex, Nägelkauen, nervöses Verhalten
Beziehungen: Abhängigkeiten
Selbstbild: Selbstwert Probleme
Körper: körperliche Krankheiten aufgrund von Stress und unausgedrückten Emotionen.

Der Einstieg über Teile von uns ist ein guter Ansatz, doch er reicht nach meiner Ansicht nicht ganz aus. Jeder Teil, verfolgt nicht nur „hinzu“ Intentionen, wie es im Core Transformation gemacht wird, sondern genauso „weg von“ Intentionen, denn das Dualitätsprinzip ist auch in der Psyche allgegenwärtig. Aber da ist noch mehr. Dieser Teil befindet sich innerhalb eines Systems, welches wir z.B. auch beim Familienstellen sehen können und ist unabdingbar damit verbunden und beeinflusst.
Im Core Transformationsprozess wird hier zwar auf opponierende Teile eingegangen, wenn es Widerstände gibt, doch das System bleibt meist unbewusst. Doch gerade die Bewusstheit dieses System, stößt schon allein mächtig den Prozess an. Wir betrachten uns als Psyche, als ein Ich. In Wahrheit gibt es jedoch ein psychisches System mit vielen Persönlichkeitsanteilen. Das unpersönliche Bewusstsein drückt sich durch diese Masken, entsprechend deren Konfiguration, aus. Die uns vertraute, wenn auch oft unbewusste, Persönlichkeit ist wie ein Komitee aus Teilen, das sich wie eine Person ausdrückt. Doch es gibt auch weitere Anteile, die sich mehr am Rande befinden und ebenfalls zur Persönlichkeit gehören. Eine wirkungsvolle Persönlichkeitsentwicklung besteht im ersten Schritt sich dieses Systems bewusst zu werden. Eine Persönlichkeit ist also ein System aus Persönlichkeitsanteilen und jeder dieser Anteile hat eine eigene Anatomie. Wie gesagt ist selbst dieser „eine Anteil“ noch in sich selbst gespalten. Dies kann man sehr schön nachvollziehen, wenn man eine speziell abgeklebte Brille aufsetzt, die auf bestimmte Bereiche des Gehirns wirkt.  Diese Anatomie zu kennen ist ebenfalls sehr wichtig, weil es uns als Landkarte dient. Eine Nebenwirkung davon ist, das sich die Identifikation lockert, weil ich mich erstmal als ein System von Persönlichkeiten kenne und nicht nur eine Person. Dieses Mind System funktioniert entsprechend seiner Konfiguration selbst dann wenn es keine Identifikation geben würde. Das "Ich bin Gefühl" das "Gefühl" der Existenz ist in allen Teilen, allen Zeiten und allen Bewusstseinsreisen das gleiche. Aber soweit sind wir noch nicht. Halten wir erstmal fest, das es bei MST zum Einstieg um dieses Mind System geht, um die Anatomie der einzelnen Teile sowie den Interaktionen innerhalb dieses Systems.


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Geschrieben von Uwe

Apr 26


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Geschrieben von Uwe

Mai 1

Im Bezug zu so etwas geistigem wie die Psyche / Persönlichkeit, sollten wir auch die Körperlichkeit anschauen. Der Körper erscheint uns im Gegensatz zur Psyche als ein festes Objekt, doch er besteht aus Zellen, die wiederum aus Atomen bestehen. Diese Atome sind fast nur leerer Raum und wenn man sie zusammenballen würde, wäre das kaum größer wie ein Punkt in diesem Text. Teilt man die Atome in seine subatomaren Teile, haben sie mehr die Eigenschaft von Energie und können auch einfach verschwinden. Wir erleben den Körper dennoch als ein festes Objekt und er scheint die einzige Möglichkeit für unsere Persönlichkeit sich auszudrücken.
Was ist für uns der Körper? Ein biologischer Apparat, ein Tempel, Freude oder Last? Das hängt natürlich sehr vom Gesundheitszustand, den inneren Überzeugungen und dem Alter ab. Er konfrontiert uns mit unserer Verletzlichkeit, Bedürftigkeit und letztendlich auch mit unserer Sterblichkeit. Das ändert sich auch nicht durch den Glauben an eine Seele, die den Körper vorübergehend als Gefäß benutzt. Er scheint seinen eigenen Willen zu haben und kämpft selbst dann noch ums Überleben wenn wir bewusstlos sind. Wir identifizieren uns mit unseren Körper, selbst dann wenn wir glauben das wir mehr sind, oder das es ein Leben nach dem Tod gibt. Diese Identifikation in Verbindung mit der Wahrnehmung von Zeit und Raum führt uns unsere Begrenztheit und Endlichkeit stets vor Augen. Wir scheinen ein separates, getrenntes Objekt im einem Universum mit vielen anderen Objekten zu sein und unser psychologisches Ich Empfinden macht es zu unserem Körper. Wir erfahren mit unserem Körper, Schmerz und Lust und deshalb bewegen wir uns weg vom Schmerz, suchen nach Sicherheit, wollen überleben – oder wir streben nach Liebe, Frieden und Einsein. Diese scheinbar verschiedenen Richtungen sind eigentlich nur die zwei Seiten der gleichen Sache. Wir befinden uns ständig in Bewegung in Richtung Zukunft die uns ja eigentlich dem Ende näher bringt. Und unser Verhalten scheint oft Paradox zu sein, wenn wir manchmal auch bis zur Selbstschädigung schuften und uns ständig bemühen etwas zu erreichen was scheinbar jetzt noch nicht da ist. Es gibt nicht nur die Identifikation mit unserem Körper, sondern eben auch mit seinen „Inhalten,“ die wie gesagt sich scheinbar nur über das Vehikel Körper ausdrücken können und deshalb unmittelbar damit verbunden sind, mit all ihren Motivationen und noch darüber hinaus. Während uns unser Körper fest erscheint, scheint unsere Psyche eine eher flüchtige Sache zu sein. Wir haben vielleicht das Gefühl ein konstantes Ich zu sein, doch wir können es in Wahrheit nicht erfassen, denn auch dieses psychologisches Ich Empfinden ist nur ein Gedanke, ein Inhalt unseres psychischen Systems. Unser psychische System ist ein scheinbar äußerst komplexes Gebilde mit Charakteren (Prägungsmuster - Persönlichkeitsanteilen) und anderem, auf die ich noch später eingehen werde. Alle diese Charaktere können scheinbar mehr oder weniger ein Eigenleben haben und zusammen mit dem Ich Empfinden werden sie zu unseren Anteilen – zu etwas „persönlichem“ oder zu etwas „fremden.“ Doch nichts davon entspricht unserem eigenen Sein, bzw. umfasst es nicht.




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Geschrieben von Uwe

Mai 4

Re - Imprinting  - Glaubenssätze
nach R. Dilts

In dem folgenden Beitrag möchte ich die NLP Technik Re-Imprinting vorstellen und untersuchen. Teile dieser Technik können auch im MST Anwendung finden, jedoch mit einigen unterschieden, sowohl in der Anwendung als auch in der Philosophie. Wichtig ist auch zu verstehen, das sich MST eben nicht nur auf die Teile bezieht, sondern das es nur der Einstieg ist. Der Basis Text zum Re-Imprinting erscheint so auch auf dem NLP Blog www.nlp21.de, weshalb ich die Unterschiede farblich unterscheide.

Glaubenssätze sind Generalisierungen, subjektive Interpretationen von persönlichen Erfahrungen. Bestimmten Lebenserfahrungen wird eine Bedeutung zugemessen, die sie nicht unbedingt haben und so können sie einschränkend oder erlaubend sein. Es sind Glaubenssätze über Ursachen - Wirkung, Bedeutungen, Begrenzungen und Erlaubnis. Sie können sich auf das Verhalten, die eigenen Fähigkeiten, auf die Identität (Ich bin) und Zugehörigkeit (ich gehöre zu..) wie auf die Welt im Allgemeinen beziehen.

Es sind Axiome, Grundannahmen, die Aussagen über Erlaubnis und Grenzen des eigenen Lebens machen. Oft sind es Glaubenssätze, die eine Ursache-Wirkung (A = B) oder eine Äquivalenz -Beziehung (A = B, bzw. A ist nicht = B) enthalten. Solche Glaubenssätze sind oft überhaupt nicht logisch und müssen auch nicht mit der „Realität“ übereinstimmen. Realität ist für jeden eine Subjektive Angelegenheit und besteht aus gesellschaftliche Übereinkunft, Übernahme und persönliche Interpretation.
Überzeugungen haben auf der Welt verheerendes Angerichtet, aber auch viel Positives. Jeder Mensch ist eingebunden in ein Netz aus Glaubensätzen, dem Glaubenssystem. Solche Systeme gibt es individuell wie auch kollektiv.

Was ist ein „Glauben“ und „wer“ hat ihn? Dies scheint mir ein passender Einstieg zu sein um das Thema aufzurollen. Zu einem Glaubenssatz oder einem Trauma gibt es eine innere Repräsentation, welches aus den Eigenschaften der 5 Sinne besteht (sehen, hören, fühlen/empfinden, riechen, schmecken). Genau genommen, sind es Informationen. Wäre es nur die Information, würde das funktionierende Ich einfach handeln oder auch nicht. Es wäre kein Problem. Dann wird dieser Information eine Bedeutung gegeben. Je nach Art der Bedeutung, kann sich nun alles ändern. Es entsteht eine Bewertung die eine Dynamik/Energie der Information hinzufügt. Dann folgt das anhaftende Ich welches sich damit identifiziert. Dieser Schritt macht es zu meinem persönlichen Thema. Während sich das funktionierende und anhaftende Ich über alle Persönlichkeitsanteile erstreckt, bezieht sich ein Glaubenssatz oder ein Trauma auf einen oder mehrere Anteile in der Persönlichkeit und nicht auf die gesamte Person.

Beispiele solcher Generalisierungen sind:
Verallgemeinerung über kausale Beziehungen von Ursache und Wirkung
Kaba macht groß und stark :-)
Verallgemeinerungen über Bedeutungs-Beziehungen
Wenn ich rauche, gehöre ich zu den Großen.
Verallgemeinerungen über Grenzen- was ist Möglichkeit und was nicht.
Mit meiner Ausbildung komme ich nicht weit.
Verallgemeinerungen über Identität
Ich bin ein zurückhaltender Mensch

Einschränkende Glaubenssätze können häufig solche Strukturen aufweisen

1. Hoffnungslosigkeit:
Der Glaube, dass das ersehnte Ziel unerreichbar ist, egal welche Fähigkeiten man besitzt und einsetzt.
„Es ist Hoffnungslos, es wird sich nie ändern“

2. Hilflosigkeit:
Der Glaube, dass es zwar prinzipiell möglich ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, aber man selbst dazu einfach nicht imstande ist und sein wird.
“Alle können es nur ich schaffe es nicht, egal was ich auch tue“

3. Wertlosigkeit:
Der Glaube, dass es unmöglich ist, das ersehnte Ziel zu erreichen, weil man es nicht wert ist, oder weil man etwas getan oder unterlassen hat. Das Thema verdient ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.
“Ich verdiene es nicht gesund zu werden/erfolgreich zu sein“

Die tiefsten Glaubenssätze sind die über unsere Identität und Zugehörigkeit. Glaubenssätze die eine generelle Aussage über mich als Mensch machen, oder zu wem ich gehöre. „Ich bin dumm“ ist etwas viel umfassender als „das kann ich noch nicht.“ „Die Welt ist schlecht“ als „es gibt gute und böse Menschen.“

Die am schwierigsten zu erkennenden Glaubenssätze sind die, die den meisten Einfluss auf uns haben. Sie sind meist außerhalb unserer Wahrnehmung (Unbewusst) und werden deshalb nicht hinterfragt. Sie sind uns selbstverständlich.

Auch hier betrifft es in der Regel nicht die gesamte Person, sondern einzelne Anteile. Denn die meisten Menschen funktionieren dennoch und haben Ressourcen volle Seiten.

Da auch der Coach/Therapeut in ein Glaubenssystem eingebunden ist es wichtig, sich seines eigenen Systems weitgehend bewusst zu sein. Jede Methode hat zudem seine ausgesprochenen oder auch unbewussten Grundannahmen über Ursachen und Anatomie von Problemen. Hier ist es ebenfalls wichtig zu wissen, das diese Annahmen nützlich sein können, aber nicht der Wahrheit entsprechen. Diese Aussage gilt auch, wenn man 100mal eine vermeintliche Ursache festgestellt hat. Offenheit dem gegenüber was kommt ist eine wesentliche Richtlinie.

Das eigene System zu kennen, bedeutet im MST auch die eigenen Anteile zu kennen, die durchaus auch bei einem Coach/Therapeut unbewusst mitmischen können.

Zu dem ist es wichtig, dass auch der Klient viele Sicherheitsmechanismen haben kann um das Kern Thema verborgen zu halten. Diese müssen nicht bewusst sein und so können Teile des Klienten, etwas Ernstes ins spaßige ziehen, ablenken durch nichtrelevante Themen, ein zweitraniges Problem vorschieben, im Kreis herum führen und so weiter.

Der Prozess beginnt damit, dass man das unverwünschtes Verhalten identifiziert, das mit einem einschränkenden Glauben zu tun hat.
Dann suche die Stelle, an der du eine Art "Sackgasse" findest oder beim Fragen auf Widerstand seitens des Klienten stößt.

Anzeichen dass du auf der richtigen Spur bist, sind Phänomene wie: "eine Nebelwand im Hirn", „da ist nichts mehr,“ „das ist nur noch leere“(innere Blockade), offensichtlich falsche Hinweise und Ablenkungsmanöver seitens des Klienten (trotz Rapport).

Aussagen, die anzeigen, dass du eine solche "Sackgasse" im Denken des Klienten gefunden hast, die mit dem einschränkenden Glaubenssatz zu tun haben könnten ist, sind folgende:

Es macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber....
Ich weiß nicht, was mich hindert....
Das bin/ wäre einfach nicht ich.
Ich muss einfach/ ich kann einfach nicht....
Es ist eben so..../ Ich kann es ja auch nicht verstehen...
Das ist nichts ...

Es gibt wenige Prozesse, wo man so elegant mit den Sicherheitsmechanismen umgehen kann. „Da ist nichts,“ ist schon der willkommene Einstieg.

Die geläufigsten Probleme, die mit Glaubenssätzen verbunden sind, sind die folgenden:

(= das Ende der Vernunft)

Double Bind:
Verdammt bin ich, wenn ich's tue, verdammt, wenn ich's nicht tue. Heißt also, egal was ich tue, es ist immer falsch.

Endlosschleifen:
Ich bin nichts wert, weil ich nicht es tue und ich kann nichts tun, weil ich nichts wert bin.

Paradoxe:
Ich versuche so sehr mich zu schützen, dass ich mich ständig in riskante Situationen begebe.

Der Re - Imprinting - Prozess
Eine Prägung (Imprint) ist eine einschneidende Erfahrung aus der Vergangenheit, aus der der Betroffene einen Glaubenssatz oder ein Bündel von Glaubenssätzen geformt hat. Eine solche Prägung beinhaltet meist auch eine unbewusste Rollen Übernahme von anderen wichtigen Personen, die damit zu tun hatten.

Das Re-Imprinting hat den Zweck, die fehlenden Ressourcen zu finden, den Glaubenssatz zu verändern und das Rollenmodell, das dort entwickelt wurde, an die realen und aktuellen Gegebenheiten des Betreffenden anzupassen.

A = Klient
B= Berater

1. A identifiziert ein einschränkendes Verhalten, dass er ändern möchte.

2. B identifiziert die dazu gehörigen Symptome (Gefühle, Worte, Vorstellungen), die mit dem Verhalten einhergehen. B erfragt den zugrundeliegenden Glaubenssatz. (Auf der Installierten Time Line)

Kennzeichen: Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit oder Wertlosigkeit, das Ende der Vernunft. - ankern
Erfrage die dazugehörigen Submodalitäten (das, was A zuerst einfällt): - ankern.
Zu Beginn wird also der Problemzustand geankert (in der Regel ein körperlicher Anker, der gehalten wird). Nun geht der Klient rückwärts auf der Time –Line, dem Gefühl folgend zurück in die Vergangenheit. Mit den Kennzeichen, ist gemeint, das es bevor der wesentliche Punkt erreicht wird, oft diffus werden kann, scheinbar nichts mehr kommt, oder das z.B. die beschriebenen Ablenkungsmanöver kommen.

Im Allgemeinen besteht der Re – Imprinting darin Ressourcen in die traumatische Situation zu bringen und diese auch den beteiligten Personen zu geben. Man möchte diese Prägung – Neu Prägen.
Es können aber auch systemische (Familiensystem) Situationen auftreten, wo man dann Fremdgefühle zurückgibt und ähnliches. Genauso kann es auch vorkommen dass der Klient dabei in ein früheres Leben rutscht. Hier müssen Sie offen bleiben und diese Erinnerung genauso behandeln wie wenn es eine Prägung aus dem „aktuellen“ Leben wäre.
Mit Teilen die Widerstände haben könnten, kann man zudem viel leichter umgehen, wenn man den ersten Schritte aus Phase 1 aus dem MST verwendet (siehe Mind System Transformation).

3. A geht nun mit diesem Anker seinen Lebensweg zurück, bis zu der Stelle, wo er die früheste Erfahrung mit dem Gefühl/Symptom gemacht hat.
Lasse A hier die Generalisierung bzw. den Glaubenssatz finden, den er aus dieser Erfahrung heraus Entwickelt hat.

4. Lasse A noch einen weiteren Schritt zurückgehen, bis zu dem Punkt, wo die Erfahrung noch nicht statt gefunden hatte. Dann tritt A aus seiner Zeitlinie heraus und kehrt in die Gegenwart, dissoziiert zu seiner Zeitlinie, zurück und blickt auf die prägende Erfahrung in seiner Vergangenheit.

Bitte A die Auswirkungen dieser Erfahrung auf sein späteres Leben zu bemerken. Lasse A auch - sofern vorhanden - weitere Generalisierungen und Glaubenssätze identifizieren, die er vielleicht später aus dieser Erfahrung heraus entwickelt hatte.

5. Finde die positiven Absichten, die sekundären Gewinne oder positiven Auswirkungen, die mit dieser Erfahrung verbunden sein mochten-

Finde wichtige andere Personen, die zu dieser Erfahrung gehörten. Manches Symptom hat damit zu tun, dass der Betroffene eine Rolle eines daran Beteiligten Übernommen/modelliert hat. Finde auch für diese Personen und ihr Verhalten die positive Absicht. Um dies heraus zu finden, kannst du A diese Menschen z.B. einfach fragen lassen (Auch mehrfach die positive Absicht dahinter erfragen)


Eine Erweiterung wäre hier, das eben nicht nur andere Personen (z.B. Mutter, Vater) Ressourcen brauchen, sondern auch die anderen involvierten Personen im inneren System.

6. Gehe für alle Personen, die mit der Prägungssituation in Verbindung stehen die folgenden Schritte durch (ähnlich wie Meta-Mirror, nur auf der Timeline):

a.) Finde aus der Dissoziation die Ressourcen oder Wahlmöglichkeiten, die die Person damals gebraucht hätte, aber nicht hatte. Du kannst Ressource-Anker stapeln, Erfahrungen auf der Time- Line einsammeln, Core-Zustände, Energie, Farben etc. schicken. Lasse deine Phantasie spielen. Achte bei den Ressourcen auf die logischen Ebenen.

b.) Lasse A mit all diesen Ressourcen in die Erfahrung desjenigen eintreten, assoziieren, der sie damals benötigt hätte. Aktiviere dabei den Anker, die Ressourcen.

Lasse nun die Person die gesamte Situation mit den Ressourcen neu erleben.

c.) Lasse A wieder aus der Zeit-Linie heraustreten und aus der Dissoziation die gemachte Erfahrung neu einschätzen:

Wie haben sich die Wahrnehmung der Situation, die Generalisierungen, die daraus gebildeten Glaubenssätze verändert? Welche neue Lernerfahrung möchte A aus der gesamten Erfahrung jetzt ziehen?

7. Bitte A die wichtigste Ressource zu finden, die er gebraucht hätte und ankere sie. Mit diesem Anker lasse A zurückgehen zu einem Punkt kurz bevor er diese Erfahrung machte.
Lasse A diese Ressource in sein jüngeres Selbst aufnehmen und die gesamte Time-Line hindurch bis zur Gegenwart gehen.

Der Re-Imprinting ist eine kraftvolle NLP Technik und bezieht schon verschiedene Personen mit ein, die an der prägenden Situation beteiligt waren. Eine weitere Möglichkeit wäre die inneren Personen mit einzubeziehen, deren Anatomie, sowie die Grundlegenden Strukturen des anhaftenden Ichs. Im MST können hier die Time-Line und der Gefühlsanker in bestimmten Situationen zum Einsatz kommen.


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Geschrieben von Uwe

Jun 2

Überleben

Die Basis aller Persönlichkeitsanteile, die dem Angst Muster unterliegen, ist das Überleben. Das ist umso verständlicher, wenn man sich die Entwicklung des Menschen anschaut, der über zig Jahrtausende um sein Überleben kämpfen musste. Ein wesentlicher Garant für das Überleben war die Gruppe (Sippe). Die eigene Position innerhalb der Gruppe war deshalb von enormer Bedeutung, die vielschichtige Motivationen hervorbrachten, um die Basis, dass Überleben, zu gewährleisten. Des Weiteren gab es naturgesteuerte Mechanismen und von der Gruppe (Gesellschaft) geschaffene Regeln, die das Überleben der Gruppe gewährleisten sollte. In der Arbeit mit solchen Teilen erscheint zwar manchmal die Komplexität der Motive erstaunlich, doch lässt sich steht’s der rote Faden zum Überlebensmuster finden. (Doch genauso lässt sich die Kraft - Quelle zum wahren Selbst finden.)
Ein wesentlicher Punkt beim Überlebensmuster ist die Kontrolle, die sicherstellen soll das alles Notwendige und viel mehr dafür vorhanden ist. Die Kontrolle wiederum ist in ihrem Ausmaß eine Illusion, welche den Teil deshalb nie zufrieden stellen kann bzw. es nie dauerhaft Sicherheit geben kann. Das führt zu einen stetigen getrieben sein und führt weg vom Innern Frieden.  Die Kontrolle beruht auf der Annahme, dass wir selbst oder andere die Macht haben das eigene Leben zu bestimmen. Dies mag so erscheinen, doch bei genauerer Untersuchung, zeigt es sich eben das dem nicht so ist. Diese Untersuchung fördert die Kernmechanismen des „Ich“ zutage, die nur Programmierungen sind

Geschrieben von Uwe

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