Mai 19
Die Technik MST zeigt anschaulich, dass das was wir für uns (eine Person) halten, in Wirklichkeit eine Ansammlung von Teilen sind. Man kann sogar sagen, eine Ansammlung von vielen unterschiedlichen Menschen/Charakteren.
Der eine Teil sagt; "das ist nicht wichtig." der Andere sagt: "das ist überhaupt das Wichtigste". Welcher von diesen teilen bin ich?
Diese teile bilden ein System, was wir als "ich" bezeichnen. Wenn allerdings diese Teile unterschiedliche Meinungen haben und diese Meinungen unser Tun beinflussen, welcher dieser Teile bin ich? Oder bin ich alle Teile? Wenn es so währe, dann müsste ich ja die Kontrolle über diese Teile haben!
Bin ich nur ein Teil? Zu wem gehören dann die Anderen?
Da ich jedoch keine Kontrolle über das gesamte System habe, denke ich (wer auch immer das sein mag), dass ich keiner von diesen teilen bin!
Wer oder was bin ich?
Was denkt Ihr darüber?

Geschrieben von Klaus

Mai 20
Was ist ein freier Wille?
Ein freier Wille ist: ich entscheide zu jedem Zeitpunkt zu 100% über meine Entscheidungen.
Kann ich das?
Zum einen ist da die Hypothese, wie ich bereits in dem Beitrag „Wer sind wir wirklich?“ geschrieben haben.
Dies alleine macht es mir schwer an einen freien Willen zu glauben.

Wenn wir das mal außer Acht lassen. Wie ist es dann mit den Entscheidungen die wir treffen?
Wie treffen wir Entscheidungen?
Erst ist da mal ein Impuls, Information, Ereignis auf das wir reagieren.
Es kommt eine Information von außen (z.B. mein Konto ist überzogen und ich habe noch einige Rechnungen, die ich bezahlen muss). Darauf habe ich erstmal keinen Einfluss. Aber OK.
Wie geht es weiter?
Jetzt wird erst einmal diese Information gefiltert. Woraus besteht dieser Filter?
Aus meinen Erfahrung der Vergangenheit, aus meinen Glaubenssätzen, meine geistige Stärke, meinen Genen, meinem Umfeld, usw.. Ich hatte aber nie Kontrolle darüber was ich lerne bzw. welche äußeren Einflüsse auf mich einwirken, wer meine Eltern sind, wo ich wohne usw..
OK, kommen wir zum nächsten Schritt.
Was entscheidet jetzt meine Reaktion auf diese Situation?
Nehmen wir mal an, durch mein denken.
Bin ich in der Lage mein denken zu beeinflussen?
Wenn ich das währe, warum denke ich dann nicht nur positiv? Ist doch viel angenehmer! Kann ich doch wenn ich die Kontrolle über mein denken habe und einen freien Willen! Dann ist die Situation ja gar nicht so schlimm und ich suche einfach eine Lösung.
Das Problem ist, ich kann mein Denken nicht beeinflussen!
Versucht mal für 5 Minuten nicht zu denken. Drunter zählt aber nicht nur der innere Dialog sonder auch Bilder und Gefühle. Ihr werdet es nicht schaffen. Also, wo ist die Kontrolle über mein Denken? Wo ist meine freie Entscheidung?

Was ist eure Schlussfolgerung daraus?

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Geschrieben von Klaus

Mai 25
Wenn ich abends schlafen gehe und träume, wer bin ich dann? Bin ich die geträumte Person?
Nein sagen sicherlich die meisten. Ich bin doch der, der im Bett liegt!
Aber während ich träume fühle ich durch den Traumkörper. Ich erlebe alles durch diesen Körper, den ich für diesen Moment für mich halte.
Wenn ich mir im Traum die Frage stellen würde; „wer bin ich eigentlich?“, oder ein Anderer fragt mich "wer bist Du eigentlich?", würde ich mit Sicherheit behaupten, dies hier bin ich. Ich fühle mich doch, ich denke, ich nehme war. Wer soll ich sonst sein? (nebenbei bemerkt, der der mich im Traum Fragt, ist ja auch der Träumende)
Aber was ich denke zu sein, existiert Nichteinmahl! Zumindest nicht in der Form, wie ich denke zu existieren.
Nicht einmal meine Umgebung, meine Bekannten und auch nicht die anderen Menschen existieren!
Ist die vermeindliche Realität wirklich ander als der abendliche Traum?
Woher weis ich, dass ich jetzt wach bin?
Wie kann ich den Beweis dafür erbringen?
Ich muss es doch beweisen können!
In der Medizin und in der Physik ist nur das Real, was ich beweisen kann.
Also, wo ist der lückenlose Beweis?

Geschrieben von Klaus

Jun 23
Trancen begleiten uns den ganzen Tag. Sie sind einfach zu erkennen. Trancen werden begleitet von inneren Dialogen, Bildern, Filmen oder Gefühlen.
Diese inneren Dialoge treten nur in den Trancen auf, nicht jedoch in einem wachen und aufmerksamen Zustand.
Wenn ich in die Beobachtung gehe, stell ich schnell fest, dass diese inneren Dialoge ständig auf mich einprasseln. Es gibt kaum Pausen. Hier geschieht ein ständiges Feuerwerk von Worten, Sätzen, Filmen und Bildern, und wenn ich ihnen Beachtung schenkt, was sehr oft der Fall ist, wird dieses Schauspiel dann noch mit Emotionen garniert.
Schaffe ich es jedoch für einen gewissen Zeitraum, diesen Dialogen keine Beachtung zu schenken oder viel besser noch, diese Dialoge ab zu geben (los zu lassen), stelle ich fest, dass es in dieser Ruhe keinerlei Ängste, Sorgen, Wünsche, Enttäuschungen usw. mehr gibt.
Ein Zustand des Friedens.

Doch aufgepasst!
Versuche ich diese inneren Dialoge zu beobachten, ist schnell eine neue Trance konstruiert. Die Beobachter Trance.
Wie kann ich unterscheiden, ob ich wach bin oder in einer Beobachter Trance gefangen bin?
Auch hier gibt es einen inneren Dialog. Z.B.: Es kommt der Gedanke „Ah, ich habe wieder einen Dialog entdeckt.“
Auch das ist eine Trance. Und auch hier kann ich die Beobachtung beobachten. Und auch diese Beobachtung kann ich beobachten.
Anwesend sein heißt, nichts zu tun. Nicht beobachten, nur wach sein.

Ich gebe zu, es ist anfänglich keine einfache Arbeit. Es bedarf einer ständigen Selbsterziehung und Motivation. Denn diese Filme (Trancen), die den ganzen Tag auf uns einprasseln, haben eine nicht zu unterschätzende Anziehungskraft.

Viel Erfolg und Freude beim Ausprobieren

Geschrieben von Klaus

Jun 24
Linda fragt: Aber, was ist, wenn keine Gedanke mehr da sind, kann ich dann noch funktionieren? Kann ich dann noch planen?


Hallo Linda, vielen Dank für deinen Kommentar.

Ja, Du kannst weiterhin funktionieren und planen.
Deine Reaktionen auf Impulse geschehen einfach. Sie bedürfen keiner Inneren Dialoge.
Es ist wie beim Autofahren. Du fährst und reagierst, ohne darüber nach zu denken. Es ist ehr so, wenn Du übers Autofahren nachdenken müsstest, währen deine Reaktionen viel zu langsam.
Wenn Du beim fahren in eine gefährliche Situation gerätst, geschieht spontan eine Reaktion. Im Nachhinein denkst Du, „da habe ich mal wieder super reagiert. Aber Du hattest doch keinen Einfluss auf diese Reaktion. Also, wer hat reagiert? Wer hat diese Reaktion gesteuert?

Versuche mal die inneren Dialoge (Gedanken, Bilder usw.) wahr zu nehmen und diese dann los zu lassen, zu übergeben. Produziere am Anfang ruhig einen Beobachter. Du musst Dir nur vorstellen zu beobachten. Dann fallen Dir die permanenten Gedankenströme auf.
Als nächstes stelle Dir vor, dass Du diese Gedanken an eine höhere Macht übergibst. Konstruiere Dir, zur Vereinfachung, ein Bild davon. Nach einer weile fällt es Dir immer leichter. Nach dem Du das kontinuierlich praktiziert hast, kannst Du diese Gedanken wahrnehmen, ohne zu beobachten. Sie werden einfach wahrgenommen und abgegeben. Lasse dann auch die Beobachtungen vom Beobachter los und auch den Beobachter selbst.
Es wird Dir bewusst, dass alles so weiter läuft wie bisher, nur ohne diesen ständigen lärm im Kopf. Das ist ruhe und Frieden.
Es ist leichter gesagt als getan. Ich weis aus eigener Erfahrung, dass dies anfänglich sehr schwierig ist und viel Kraft bedarf.
Es wird Tage geben, an denen fällt es Dir leichter und andere, an denen es gar nicht zu funktionieren scheint. Gib nicht auf. Es lohn sich.

Liebe Grüße
Klaus

Geschrieben von Klaus

Sep 28
Ein menschliches Wesen ist Teil des Ganzen, genannt „Universum“,
begrenzt in Raum und Zeit. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas, das von dem Rest getrennt ist, eine Art von optischer Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist eine Art von Gefängnis für uns, das uns auf unsere persönlichen Wünsche und Einwirkungen einiger weniger Personen in unserer näheren Umgebung beschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien durch Ausdehnung unseres Mitleids auf alle lebenden Kreaturen und der ganzen Natur in ihrer Schönheit.“
- Albert Einstein -

Geschrieben von Klaus